Willkommen im Kindergarten St. Maria Eriskirch

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Unsere pädagogische Grundausrichtung bei der Arbeit mit unseren Kleinsten

Wir wissen, dass Bildung nicht erst im Kindergarten oder mit dem Eintritt in die Schule beginnt, sondern mit dem Tag der Geburt. Wir nutzen die kindliche Neugier und selbstverständliche Lernbereitschaft jeden Kindes, die es ihm ermöglichen, Kompetenzen zu entwickeln, um so eine gute Basis für die Zukunft zu legen. Das kindliche Spiel ist dabei von großer Bedeutung. Daher gewähren wir den Kindern genügend Raum und Zeit. 
„Liebevolle und kindergerechte Interaktion bildet die Grundlage für die Entwicklung kognitiver und intellektueller Fähigkeiten: Kreativität, Kommunikation und Denkfähigkeit werden durch und in Beziehungen erworben.“ (vgl. Reckeweg, „Kinder brauchen gute Krippen – Kompetente Kinder“ 2009, S. 5). Neben den körperlichen kindlichen Grundbedürfnissen wie Essen und Schlafen bestimmen die seelischen wie z.B. Respekt, Optimismus, Zeit, Ruhe und Zuwendung erfahren unser pädagogisches Handeln. Interessen der Kinder werden ernst genommen, und individuelle Entwicklungsprozesse und Lerntempo sind die Taktgeber unserer Angebote.

Unser Eingewöhnungskonzept in der Krippe

Die Eingewöhnung beginnt mit dem Besuch der Bezugserzieherin bei der Familie zu Hause, wenn diese es wünscht. Im gewohnten Umfeld hat das Kind die Möglichkeit, erste Kontakte zur Erzieherin zu knüpfen. Gleichzeitig erfährt diese im Gespräch mit den Eltern Gewohnheiten z. B. beim Einschlafen, die die Eingewöhnung wesentlich erleichtern. Diese werden im eigens entwickelten Fragebogen festgehalten.

Um dann allen Kindern einen gelingenden Einstieg in unsere Kinderkrippe zu ermöglichen, der sich prägend auf jede Trennungssituation auswirken kann, greifen wir auf das sogenannte Berliner Modell bzw. infans-Eingewöhnungsmodell zurück.
Dieses Modell basiert darauf, dass Kinder zuerst in ihrer Familie zentrale Erfahrungen mit Bindungsbeziehungen machen. Diese Bindungen sind dauerhafte und persönliche Beziehungen. Alle Kinder entwickeln im Laufe ihres ersten Lebensjahres eine oder mehrere Bindungen zu nahestehenden Bezugspersonen. Das Bedürfnis nach Bindung und das Bedürfnis nach Erkundung und Autonomie sind ausgewogen. Nur Kinder, die sich der Geborgenheit und des Schutzes mindestens einer Bezugsperson sicher sind, können voller Neugier und Selbstvertrauen die Welt erkunden.
Dies hat Auswirkungen auf die Gestaltung der Beziehung zur Erzieherin und auf die Eingewöhnungsphase: Eltern müssen sich ca. die ersten zwei bis vier Wochen Zeit dafür nehmen, denn ihre Anwesenheit ist für das Kind von großer Bedeutung. Sie bleiben Hauptbindungspersonen für das Kind, müssen aber auch einen Beziehungsaufbau zur Erzieherin ermöglichen, sodass sich das Kind von den Eltern lösen kann. Dabei sind Trennungsängste von Seiten des Kindes und der Eltern durchaus normal, sollen aber durch die Art der Gestaltung der Eingewöhnungszeit gemildert werden.

Während der Eingewöhnungszeit werden das Kind und seine Eltern immer von der gleichen Erzieherin begrüßt. Ein Elternteil verbringt dann die ersten drei Tage für ca. 1,5 Stunden mit dem Kind in der Kinderkrippe, verhält sich im Gruppenraum aber eher passiv und drängt das Kind nicht, sich zu entfernen. Es wird von selbst beginnen, die neue Umgebung zu erkunden, wenn es dazu bereit ist. Dabei bildet der Elternteil die sichere Anlaufstelle für das Kind. Die Erzieherin versucht vorsichtig, ohne zu drängen, über Spielangebote und Gespräche Kontakt aufzunehmen. In dieser Grundphase findet noch kein Trennungsversuch statt.

Täglich wird mit den Eltern entschieden, wie der nächste Tag aussehen wird. Am vierten Tag wird ein erster Trennungsversuch unternommen, indem - einige Minuten nach Ankunft im Gruppenraum - der begleitende Elternteil sich verabschiedet (was zur Erhaltung des Vertrauens unerlässlich ist) und den Raum verlässt (auch bei Protest des Kindes), aber in der Nähe bleibt. Reagiert das Kind auf den Weggang von Mutter oder Vater eher gleichmütig, ist es weiter interessiert an seiner Umgebung und bleibt ansprechbar, so kann diese erste Trennung bis maximal 30 Minuten ausgedehnt werden. Dies gilt auch, wenn das Kind zwar zu weinen
beginnt, sich aber rasch und dauerhaft von der Erzieherin beruhigen oder ablenken lässt. Zeigt das Kind Anzeichen von Erschöpfung, wird der Trennungsversuch für diesen Tag beendet.
Zeigt das Kind nach Weggang des Elternteils Anzeichen von Verstörung oder beginnt zu weinen und lässt sich von der Erzieherin nicht innerhalb kurzer Zeit beruhigen, so wird der begleitende Elternteil in den Gruppenraum zurückgeholt.
Die Erzieherin beobachtet bei Abschied und Wiederkehr das Verhalten des Kindes und legt mit den Eltern die Dauer und den weiteren Verlauf der Eingewöhnung fest.
Mit dem vierten Tag beginnt eine Stabilisierungsphase, in der die Erzieherin in zunehmendem Maße die Versorgung des Kindes übernimmt und sich als Spielpartnerin anbietet. Die
begleitenden Eltern überlassen es jetzt immer der Erzieherin, als erste auf Signale des Kindes zu reagieren und helfen nur, wenn das Kind die Erzieherin noch nicht akzeptiert. Unter Beachtung der Reaktionen des Kindes wird der Trennungszeitraum täglich etwas verlängert, jedoch verbleiben die Eltern zur Sicherheit noch in der Einrichtung. Akzeptiert das Kind die Trennung von den Eltern noch nicht und lässt es sich während deren Abwesenheit von der Erzieherin nicht sicher beruhigen, verschieben sich weitere Trennungsversuche bis zur zweiten Woche.
In der Schlussphase halten sich Eltern nach dem Abschiedsritual nicht mehr in der Einrichtung auf, sind jedoch jederzeit erreichbar, falls die Tragfähigkeit der neuen Beziehung noch nicht ausreicht, um das Kind in besonderen Fällen aufzufangen.

Die Eingewöhnung des Kindes ist grundsätzlich dann abgeschlossen, wenn es die Erzieherin als „sichere Basis“ akzeptiert hat und sich von ihr trösten lässt. Dabei kann es durchaus
vorkommen, dass das Kind gegen den Weggang seiner Eltern protestiert und damit positives Bindungsverhalten zeigt. Entscheidend ist, ob es sich von der Erzieherin schnell beruhigen lässt, wenn die Eltern gegangen sind und sich danach interessiert und in guter Stimmung den angebotenen Aktivitäten zuwendet.

Da jedes Kind anders ist, werden wir die Eingewöhnung, in Absprache mit den Eltern, individuell gestalten. Diese Eingewöhnungsphase wird in einem Gespräch nach ca. vier bis acht Wochen reflektiert. (angelehnt an und zitiert aus „infans-Eingewöhnungsmodell für Krippen und Tagespflegestellen“)